Geschichte der Welsh Corgi Cardigan

Der Welsh Corgi Cardigan ist wohl einer der ältesten englischen Hunderassen unter den acht vom Club betreuten Britischen Hütehunderassen.

Schon in keltischer Zeit hat er in den Bergen von Wales als Viehhund gelebt und gearbeitet. Er stammt aus der westlichen Grafschaft Cardiganshire, von der er seinen Namen hat. Im 10. Jahrhundert wurde er in den Gesetzen des berühmten Herzogs "Howell the Good" erwähnt. Sein Wert kam dem eines Stieres gleich. Wer ihn stahl oder tötete wurde schwer bestraft. Die weiteren Jahrhunderte hindurch war der Corgi bis in die Neuzeit hinein der unersetzbare Hüte- und Treibhund der Waliser Bauern. Er bewachte das Vieh in den abgelegenen Bergen und hinderte es durch Fesselkniffe daran, fremdes Gebiet zu betreten. Außerdem trieb er die Rinder und Ponys zu den oft weit entfernten Viehmärkten. Da er gewissenhaft und wachsam war und mit einem guten Gehör ausgestattet, setzte man ihn nicht nur zur Bewachung ihrer Häuser ein, sondern sie vertrauten ihm sogar die Bewachung ihrer Kinder an.

Im Lauf der Jahrhunderte haben sich viele Legenden in Wales um diesen Hund gerankt, der von Anfang an sehr beliebt gewesen zu sein scheint, sowohl wegen seiner Qualitäten als Wächter, wegen seiner Talente als Viehtreiber und er machte sich einen Namen sogar als Jäger. Offiziell tritt er erst 1892 auf einer Hundeausstellung im walisichen Bencyfelin in Erscheinung.

Auf dem Kontinent blieb der Cardigan noch lange unbekannt. Zuerst importierten die Niederlande Anfang der fünfziger Jahre einige englische Hunde. Der erste Wurf wurde 1955 registriert. 1971 begannen die Dänen Cardigan Corgis zu züchten. Die Grundlage ihrer Zucht waren auch niederländische Hunde, dann erst folgte 1974 der erste Wurf in Deutschland.

Wer einen Cardi zu Hause hat wird sein lustiges Wesen, seine immer freundliche Ausstrahlung, seinen siebten Sinn für Alles und seinen Beschützertrieb nicht mehr missen wollen.
Er ist ein Juwel!